Markos TDM 2017 #6

Wettereinbruch nicht gleich Leistungseinbruch

Es regnet und gewittert seit heute morgen um 6 Uhr. Das macht es in den Bergen nicht gerade gemütlicher. Schlecht ausgerüstet sind wir zwar nicht, aber soviel Regen hält unser Busvorzelt nicht gerade aus. Daher quetschen wir uns alle ins Auto und versuchen trocken zu bleiben. Kann auch eine gewisse Romantik haben, die Hunde drücken sich an uns, sodass wir etwas von Ihrer Körperwärme abbekommen.

Diese Zeit kann man auch nutzen, um ein paar Zeilen zu schreiben.

Die heutige Etappe fand in dem Bergdorf Villard Reculas auf 1800m statt. Von unserem Standort Allemont waren das nur 20min Autofahrt. Gestartet wurde diesmal in 2er Gruppen, immer gemäß dem Gesamtklassement. Es ist die heimliche Königsetappe der TDM. 8km lang mit 450 Höhenmeter, alles schmale Singletrails, mit einem 1km langen steilen Abstieg bei der man seine Hunde ableinen darf ( FreeDogZone), gefolgt von einem sehr steilen Anstieg zurück zum Ziel.

Die Stärke des Tschechen Lukas Tassler habe ich Vorfeld schon gekannt. Auch die Zugkraft seines Hundes Bolt ist immens, rein optisch ist der Vergleich „David gegen Goliath“ treffend. Finn wirkt dagegen, wie ein „schmales Hemd“.
Das Tempo was er vom Start weg angeschlagen kann, kann ich nicht mitgehen, will ich aber auch nicht. So haben wir unsere Chance eher in der Länge gesehen, den steilen Abstieg und Aufstieg zum Ziel. Finn und ich sind sehr gut gelaufen. Die Renneinteilung ist genauso eingetroffen. Am Ende des steilen Abstiegs haben wir unseren fast 40sek Rückstand egalisiert und hatten Tassler/Bolt wieder 20m vor uns.

Auf dem Zielanstieg gab es aber für uns beide eine schwierige Situation. Entlang der Strecke gab es eine Kuhherde, der Weg würde durch ein Elektrozaun blockiert und konnte nur über eine kleine rutschige Metallbrücke überquert werden.

Tasslers Hund wollte unter dem Zaun durch und nicht über die Brücke. So verhedderte er sich mit der Zugleine, konnte aber diese Situation recht schnell lösen und weiter rennen.
Daher brachte ich Finn hinter mich und nahm Ihn ganz kurz. Er war schon mit den Pfoten auf der kleinen Brücke… da es regnete war alles glatt und er entwischte mir und wollte ebenso unter dem Elektrozaun durch. Meine Zugleine verhedderte sich aber in der Befestigung des Zaunes, sodass ich eine gefühlte Ewigkeit verbrachte diese Leine zu entzerren. So büßte ich wertvolle Zeit ein und musste leider einen 25sek Rückstand auf Tassler hinnehmen.

Finn, Edgar und ich bleiben aber weiter in Führung.

Beide Hunde machen hier einen phänomenalen „Job“. Finn bekommt jetzt bis Samstagmorgen eine Ruhepause. Die nächsten drei Etappen, inkl. Nachtlauf werde ich mit Edgar bestreiten, da sie „flacher“ und eher ein „Rouleur“ erfordern. Ich erhoffe mir auch, der Zugkraft von Tasslers Hund etwas entgegenzusetzen… und ich muss natürlich auch noch eine Schippe drauflegen.😉

Es hat aufgehört zu regnen.

Bis die Tage.

Bis die Tage.
Eure Pfotenläufer
Finn, Edgar, Signe und Marko

 

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.