Marko’s Trophée des Montagnes Teil 8: #derKnöchelhatgehalten ;-)

Das war Canicross

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Die Trophée des Montagnes 2016 ist zu Ende gegangen. Seit meinem letzten Blogeintrag vom Freitag letzter Woche sind aufregende Tage vergangen. Da wir nun wieder zu Hause sind lässt es sich ein wenig reflektierter alles betrachten.
Aber der Reihe nach:

Nach der Etappe in Villard Reculas war ich ehrlich gesagt total kaputt… Wirklich kaputt! Mein Zelt konnte ich alleine nicht abbauen und essen konnte ich auch nichts. (Danke Katrin für Deine Hilfe)

Der Ruhetag, ein schöner Spaziergang mit den „Buben“ in Auris ganz früh am Morgen
und ein lockerer Lauf gaben mir aber wieder ein gewisse Frische zurück.

Jede Einzelne der 4 Etappen in Auris sah ich als Finale an und wir wollten es so spannend wie möglich machen. Edgar, einer der Jüngsten Hunde im Starterfeld habe ich einen Etappensieg versprochen.
So freute ich mich mit Ihm das Spektakel Nachtlauf anzugehen. Es war eine kühle und klare Nacht und da wir die letzte Startgruppe waren, konnte ich die ganze Stimmung aufnehmen. Es war faszinierend die Teams oben am Berg zu beobachten. Mit Ihren Stirnlampen sahen sie aus wie kleine Glühwürmchen.

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#1min19 #edgar
Die 4km lange Strecke war perfekt für Edgar. Es war die genau die Distanz, über die wir Canicross trainiert hatten. Mit welcher Wucht und welcher Kraft, der Kerl aber an dem Abend gearbeitet hat, hat selbst mich überrascht. Das ich dem nicht nachstehen wollte… haute ich alles raus was ich hatte! Keine Taktik, einfach nur „go“!
2. Etappensieg und 24sek auf Damjan gut gemacht waren das Ergebnis und für Edgar gab es als Belohnung eine Extrawurst😊🐾

#54sek #finn
Am nächsten Morgen um 9h30 Start zur 8. Etappe. Die Nacht war kurz, man findet nicht direkt in den Schlaf , da der Kreislauf am Abend nochmal so aufgedreht worden ist.

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Diese Etappe wird mir als wirkliches „Formel 1“ Rennen in Erinnerung bleiben. Der 2. Massenstart stand an. Es war wirklich kritisch warm geworden, doch es blieb bei der ausgeschriebenen Streckenlänge von knapp 7km. Es war ein Rennverlauf, der von Taktik geprägt war, von wirklichen Rennattacken am Berg, von wieder Zusammenlaufen der Teams, technische steile Singletrails…. Kurzum ein richtiges Rennen!
Am letzten Anstieg attackierte zunächst Christophe/Gibsy. Büßten aber Ihren kleinen Vorsprung an der eingerichteten Wasserstelle für die Hunde wieder ein, da Christophe seinen Hund abkühlen musste. Damjan/ Bara liefen vorbei und ich ließ Finn für ca. 2-3 sek Wasser aufnehmen und lief weiter. Damjan verschärfte das Tempo und lief einen Vorsprung von ca 150m am Berg heraus. Finn und ich waren am Limit. Christophe/ Gibsy passierten uns ebenso.
Was dann kam, wird in Sportkreisen die „zweite Luft“ genannt. Ich gab das Kommando für Tempoverschärfung „allez, Finn, allez“!… Und der Kerl zog und ich lief.

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So holten wir Meter um Meter zu Damjan/Bara wieder auf. Ich sah auch, das Bara Probleme hatte und nicht mehr so sauber lief, wie ich es von Ihr kannte. Das Kommando „allez“ gab ich noch 2x, einmal als wir Damjan/ Bara überholten und kurz vorm Ziel, dass wir mit 3 sek Vorsprung als Erstes erreichten. Ein unglaubliches und emotionales Rennen!…

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#51sek #edgar
Genau 8 Std Pause war bis zum Start der 9. Etappe, der Abendetappe. Es war die gleiche Strecke wie beim Nachtlauf. Die Temperaturen kletterten aber tagsüber bis auf fast 30’C in der Sonne, sodass die Organisatoren beschlossen den Start nach hinten zu verlegen. Vorsichtshalber legte ich Edgar für das Rennen eine in Wasser getränkte Kühlveste an. Wir hatten einen Lauf und es ging gar nicht mehr darum ob wir die Etappe gewinnen, sondern mit welchem Vorsprung. Wieder dieses harte Anlaufen nach dem Startschuss den Skihang hoch, wieder am Anschlag in den Steilhang hinein und oben weiterlaufen… Und wieder schauen dass der Hund auf dem Steilhang hinab zum Ziel hinter einem bleibt, sodass man in seinem Tempo den Berg hinunter laufen kann. Die Uhr im Ziel blieb bei 13min25 stehen. 15sek schneller als am Abend zuvor beim Nachtlauf. Damjan kam mit Epic bei 13min37 ins Ziel. „Nur“ 12sek haben wir aufgeholt. Ich habe mich gefreut für Edgar und über den 4. Etappensieg, aber ich wusste in diesem Moment schon, dass es zu wenig war.

#39sek #finn

Die letzte und 10. Etappe wurde aufgrund der Hitze verkürzt. Hier an dieser Stelle mal ein großes Kompliment an die Organisation, an Yvon Lasbleiz und sein Team. Die TDM ist eine wirklich sehr gute, feine und mit sehr viel Herzblut betriebene Veranstaltung. Sie machen die einfache Dinge richtig und auf das kommt es an.
Der Verlauf der Etappe ist schnell erzählt. Damjan mit Bara ließen nichts mehr anbrennen. Sehr souverän verteidigten sie Ihren Vorsprung. Die harten Etappen haben bei Finn und mir Spuren hinterlassen. So waren wir, wie alle Teilnehmer die das Rennen beendet haben, froh es endlich geschafft zu haben. Es war das knappste Ergebnis in der Geschichte der Trophée des Montagnes und die Freude ein Teil zur Spannung mit meinen Hunden beigetragen zu haben, überwiegt mehr als das Rennen zum Schluss nicht gewonnen zu haben.
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Es bleiben viele Eindrücke zurück, Höhen und Tiefen, und 12 Tage in dieser atemberaubenden Natur. Falls jemand in den nächsten Tagen seine „bucket list“
überarbeitet, sollte er die Trophée des Montagnes mit aufnehmen… Mensch und Hund werden es nicht bereuen! Eine sportliche Herausforderung ist es für jeden, egal auf welchem Niveau. Gratulation an jeden der diesen Rennen in den französischen Alpen beendet hat.

Er hat mich von Tag 1 begleitet und hat gehalten ;-)….danke an die Physios

Fuss

jusqu’à l’année prochaine
Vos pattes coureurs
Finn, Edgar et Marko

Alle anderen Pfotenäufer freuen sich auf nächstes Jahr 😉

5 Kommentare


  1. …. wahrscheinlich werde ich never ever auch nur ansatzweise einen ähnlichen sportlichen Erfolg mit meinen Hunden erzielen.
    Aber Leute wie Du treiben uns immer wieder an auf die Piste zu gehen und gemeinsam zu laufen, Gas zu geben so gut wir können und gegen unsere Zeiten von gestern anzulaufen…

    thx 4 inspiration

    Frank mit Bodo, Horst, Mandela und Lotte

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    1. Hallo Frank
      Danke für Deinen Kommentar. Es freut mich natürlich sehr, dass alles so positiv ankommt. Mir macht es auch unheimlich viel Spaß mit den Hunden etwas zu unternehmen… Einfach nur Zeit zu verbringen! Es ist egal, ob es sich dabei um Zughundesport handelt oder einfach nur ein schöner Spaziergang.

      Bis bald
      Finn, Edgar und Marko
      #keepthemhappy

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  2. gratulation Marko ,und deine hunde du bist fahr und danke dir , vur den tollen bericht uber die TDM , hat mich eben so begeister des alles mit zu erleben bis bald , thierry / imba

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    1. Hallo Thierry

      Wie sind jetzt seit zwei Tagen zu Hause… Jetzt erst merke ich, wie spannend das Rennen für Außenstehende war. Ich selbst war so fokussiert, mit den Hunden beschäftigt usw. dass ich das alles gar nicht wahr genommen habe.

      Ich freue mich schon auf das nächste Bier, bei der nächsten TDM

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  3. Es hat wirklich riesigen Spaß gemacht euer Abenteuer in den französischen Alpen durch deine Berichte mitzuverfolgen. Vielen Dank dafür und nochmals Gratulation an dich, deine beiden tollen Hunde und alle, die es auch gewagt haben mitzulaufen. Es macht wirklich Appetit darauf, es vielleicht auch zu versuchen. Mal sehen, ob es sich realisieren lässt. Weiterhin viel Spaß beim Canicrossen. Man sieht sich! Mirjam und Markus mit Jussi und Gösta

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