Schlittenfahrfeeling für Scooterfreunde: Das Tektoss Trike!

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„Aber wir haben doch schon 2 erstklassige Tektoss Scooter, mit 26 und 29 Zoll… und einen super Flauger Trainingswagen dazu! Wozu brauchen wir jetzt auch noch ein Trike?“

Auf Vernunft basierende Argumente haben gegen emotional gesteuerte Kaufgelüste nur wenig Angriffsfläche. Eher über kurz als über lang war darum klar, dass ein Tektoss Trike bei uns einziehen wird. Ich war skeptisch, was den Mehrwert unseres eh schon gut bestückten Fuhrparks angeht.

Tektoss-Qualität

Beim berühmten Irondog in Litschau habe ich den Mann, dessen Baby Tektoss heißt, kennengelernt. Er heisst Roman, wohnt in Tschechien, und hat ein riesiges Know-How, was die robuste Konstruktion und eine für die Fahreigenschaften ideale Geometrie angeht. Material und Verarbeitung der Rahmen ist zu 100% europäisch.

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Meine erste Testfahrt mit dem Trike

Wir haben uns für die 26-Zoll-Reifen entschieden, vorne und hinten, ganz die klassische Mountainbike-Variante. Und genau das ist auch mein erster Eindruck: Hier auf den Feldwegen ist dieses Trike daheim. Bodenunebenheiten werden dank der großen Reifendurchmesser und der qualitativ hervorragenden Federgabel angenehm geglättet.

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Im Gegensatz zu Scooter oder Bike bin ich aber auf dem Trike deutlich näher am Schlittenfahrgefühl. Das Verhalten in der Kurve ist phantastisch, was wohl auch an den schräg gestellten Hinterreifen liegt. Ich habe das Gefühl, die Reifen beissen sich förmlich in den Trail! Mit unserem Trainingswagen komme ich da deutlich schneller ins driften.

Das mit dem Schlittenfahrgefühl müssten unsere Hunde genau so sehen, denn der Zugpunkt ist Dank des „Brush-Bows“ (ein Bügel, der das Vorderrad umgibt) auf gleicher Höhe wie bei unserem Danler Schlitten, was für die Zugkraftübertragung im Vergleich zu Scooter und Bike ein Vorteil ist.

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1 Trike, 3 Räder und wieviele Hunde?

Das Trike bringt in unserer Ausstattung etwa 25 Kilogramm auf die Waage, also ungefähr so viel wie 2 Mountainbikes. Mit wenigen Schrauben kann das Gewicht auf immerhin 45 Kilogramm erhöht werden, indem man seitlich Beschwerungsplatten befestigt.

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Der Rollwiderstand ist beim Tektoss Trike geringer als bei unserem Trainingswagen. Das hat den Vorteil, dass er auch mit 2 Hunden auf nicht allzu hügeligem Terrain richtig Spaß macht.

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Mit 4 zugstarken Hunden ist das Tektoss Trike eine Spaßmaschine, glücklicherweise ohne Kamikaze-Tendenzen. Mit hochwertigen Tektro-Hydraulik-Scheibenbremsen kann man zielsicher vor steilen Kurven herabbremsen, um dann beschleunigend aus ihr wieder herauszudüsen. Formel 1 Feeling pur – ganz ohne Benzinverbrauch 🙂

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Fazit: wer braucht sowas?

Das Tektoss Trike ist sehr flexibel einsetzbar, was die Hundeanzahl und -zugkraft angeht: Die wahrscheinlich beste Option, wenn man auch mit nur 2 Hunden auf mehr als 2 Rädern unterwegs sein will, aber selbst mit unseren 4 recht ordentlich trainierten Hounds ist das Trike sehr gut händelbar.

Auch was den Transport angeht ist es deutlich einfacher zu handhaben als der relativ sperrige Trainingswagen.

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Für mehr als 4 gut trainierte Sprinter (haben wir aber nicht 🙂 ) würde ich wahrscheinlich wieder zum klassischen Trainingswagen greifen. Dieser hat einen höheren Rollwiderstand und die Möglichkeit, mit einer Krallenbremse das Trainingsgerät besser zu fixieren. Letztere lässt sich beim Trike aber auch bequem durch eine Startleine ersetzen.

Die Gefahr, mit dem Trike umzukippen, habe ich bei meinen bisherigen Ausflügen nie gehabt. Etwas ungewohnt hingegen war – im Vergleich zum Trainingswagen – die sensible Lenkung und der erstklassige Grip.

Ich habe keine Ahnung, ob ich bei überhöhter Geschwindigkeit zuerst mit dem Trike umkippen oder mit dem Trainingswagen von der Piste driften würde. Und bevor jetzt jemand fragt: Nein, ich werde das auch nicht testen!

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Unser Tektoss Trike haben wir, genau so wie unsere Scooter, bei Peter von Simply Outside geholt; einem der wenigen Hundesportler, der gleichzeitig auch Fahrradhändler ist und daher genau weiss, auf welche Komponenten man sich verlassen kann, wenn man nicht der Schönwetterbiergartenradelfraktion angehört.

Zusammengefasst: Ich hätte niemals gedacht, so viel Spaß mit unseren Hunden vor einem Trike zu haben. Es wird Zeit, dass ich unsere Website um die Sporart „Dogtriking“ erweitere, oder… wie nennt man das eigentlich?

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4 Kommentare


  1. sehr gut geschrieben…die integrierten Gewichte gefallen mir. Wär doch auch eine Idee, wenn es solche Gewichte für den Scooter geben würde 🙂

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    1. Mach es beim scooter wie ich und hängt einen Anhänger hinten an. Da empfehlen sich einrädrige Modelle, die können auch in einer rasant gefahrenen Kurve nicht umkippen.
      Gruß Christian

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