MEIN HUSKY, DIE WILDNIS UND ICH von A. Stone. Eine Buchbesprechung.

Wie lässt sich Abenteuer beschreiben, wenn man sich außerhalb der Sprache befindet und wenn Abenteuer genau so schillernd wie das Spektrum des Blickwinkels darauf ist?

A. Stone ist niemand, der Extremsport betreiben muss, um extreme Situationen ausfindig zu machen. Die Wildnis und das damit implizierte Abenteuer ist oft nur einen Schritt vom Alltag entfernt. Ein Schritt – räumlich wie zeitlich. Der berümte weiße Fleck abseits der Norm und das Abenteuer als geheimnisvoller Glanz einer ganzen Wahrheit. Es ist Abenteuer, weil… es kein weil gibt. Oder – frei nach Baudelaire – das Abenteuer ist immer bizarr; ein individueller Begriff.

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In der Welt eines Übernächtigten oder sich nach eigenem Ermessen in der Extreme Befindenden ist man in der Lage, Grenzen der Realität zu verschieben, wie auch schon A. Stones Schriftsteller-Kollege Günter Herburger feststellte. Traum und Bahn, Lauf und Wahn. Die Natur ist dabei die Quelle aller Kreativität.

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Bei A. Stone ist Husky „Dakota“ Sensibilitätsverstärker, was konzeptionell mit Klangexpeditionen eines Daniel Menche und dessen „Arrow“ verwandt scheint. Individuelles Abenteuer, individuelle Wahrnehmung für individuelle Menschen.

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Oder wie mein Kollege Trailmaxx es mal so schön formulierte: Rausgehen ist wie Fenster aufmachen – nur viel krasser. Einzigstes Manko: nach 68 Seiten ist man wieder in der Realität, im Alltag angekommen. Womit man anschließend nicht klar kommt, ist folglich das individuelle Problem. Ich hoffe, dass „Mein Husky, die Wildnis und ich“ eine Fortsetzung bekommt, welche auch nach 680 Seiten noch nicht zu Ende ist. Danke für diesen beeindruckend schillernden Eindruck, A. Stone!

Zur Website des Autors: http://www.stonesurvival.at

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